Winter im Lechtal (Video)

Winterrtraum

Geierwallybühne

Sommer 2018

Kategoriesierung

vom Privatzimmerverband mit 4 Sternen ausgezeichnet

Winter im Lechtal (Video)

Winterrtraum



Geierwallybühne

Sommer 2018

INE LIEBESGESCHICHTE

Die napoleonische Armee dringt ins Lechtal vor und teilt das Tal mit dem Lech als natürliche Grenze. Für ein kleines Dorf bedeutet das auch eine Trennung des Dorflebens. Die eine Hälfte des Dorfes liegt im französischen  Besatzungsgebiet und die andere Hälfte auf Habsburger Boden.

Für Jakob, einen musikalisch hochbegabten jungen Lechtaler, bedeutet die Franzosenbesatzung einerseits das Kennenlernen einer völlig neuen, faszinierenden Kultur, andererseits die Trennung von seiner großen Liebe Klara. Die Lechgrenze kann die beiden jedoch nicht aufhalten und heimlich finden sie immer wieder einen Weg zueinander. Jakob freundet sich mit einem französischen Soldaten an, der in seinem Haus untergebracht wird. Die gemeinsame Liebe zur Musik überwindet die anfänglich große Kluft zwischen zwei verfeindeten Lagern. Die Dorfbewohner sehen das ungern, doch Jakob lässt sich davon nicht beirren. Als seine geliebte Klara eines Tages nicht am vereinbarten Treffpunkt erscheint, nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Das Lechufer wird Zeuge einer Geschichte über Freundschaft, Liebe, Verrat – und viel Musik.


Schauplatz anno 1800 im Lechtal

Im Jahr 1800 dringt ein Teil der napoleonischen Armee bis ins Lechtal vor, welches nach dem Abschluss eines Waffenstillstandes mit den Tirolern für sieben Monate besetzt wird. Das Lechtal spaltet sich in ein am nördlichen Ufer von Franzosen und ein am südlichen Ufer von Tirolern gehaltenes Gebiet. Brücken werden bewacht und eine Lechüberquerung wird bei Strafe verboten. Für viele Lechtaler bedeutet das eine Trennung von Familie und Freunden. Dieser Umstand zwingt die Lechtaler Bevölkerung in die Schmuggelei, um sich gegenseitig mit dem Nötigsten zu versorgen. Nahrung wird knapp, da fast 40.000 Franzosen am Nordufer des Lechs stationiert sind. Die Einheimischen müssen die Soldaten verpflegen und sogar in ihre Häuser aufnehmen. Trotz dieses Umstandes entwickeln sich Freundschaften und nicht alle sehen die Franzosen als Feinde.

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Johann Anton Falger (geb. 1791) berichtet: „Im Allgemeinen hatte man wenige Klagen über die Franzosen, sie waren lustige Leute, entwendeten wenig; was sie von den Bauern bekamen, wollten sie zwar gut und reinlich, aber nicht viel; den schönen Mädchen waren sie nicht feind, wenn die Mädchen auch auf dem rechten Lechufer waren. Manchmal waren die Wachen an den Lechbrücken ziemlich streng und wollten niemand passieren lassen …; singen, springen und fechten war ihnen am liebsten, einfach und leicht ihre Kleider, der Haarzopf ist mit ihnen verschwunden und als alte Dummheit belacht … Ehe die Franzosen kamen, sahen die Talbewohner gar häufig Pütze (Geister) und dergleichen Erscheinungen, aber mit Ankunft derselben vergaß man darauf; bei den fortwährenden  Kriegen führte man andere
Gespräche, man vergaß die Gespenstergeschichten und der
Aberglaube nahm ab.“ 

(Schneller: Anton Falger und das Lechthal, 46 f.)



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